„Stärken wir die Mitte“

Antragssteller: Fabian Schefczik, Edda Sommer, Annika Schürholz

 

Die Jungen Liberalen Ruhrgebiet sehen Forschung an Hochschulen sowie die Hochschullehre als elementar für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands an. Nur wenn junge Menschen top ausgebildet werden, können diese die Zukunft der Forschung mitgestalten. Hierzu gehören allerdings auch attraktive Arbeitsbindungen an Hochschulen. Der Mittelbau an deutschen Hochschulen ächzt unter steigenden Studierendenzahlen und vagen Karriereaussichten, wodurch eine akademische Karriere für einen großen Teil der Promovenden jeglichen Reiz verliert. Wir sehen die Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) als Schritt in die richtige Richtung, sehen allerdings weiteren Handlungsbedarf. 

 

Konkret fordern wir: 

 

  • Jedem festangestellten Hochschullehrer (W2-Professur) soll mindestens eine unbefristete Stelle für promovierte, wissenschaftliche Mitarbeiter („Post-Docs“) zur Seite gestellt werden, für Lehrstuhlinhaber (W3-Professuren) sollen es mindestens zwei Stellen sein. Diese sollen jedoch an den Inhaber der Professur gekoppelt sein, bei einer Neubesetzung soll also auch eine Neubesetzung der wissenschaftlichen Stelle möglich sein. Eine Übergangszeit von angemessener Dauer ist den wiss. Mitarbeitern jedoch einzuräumen. Honorarprofessoren oder ähnliche Stellen, welche nicht vom Land finanziert werden, sind hier selbstverständlich ausgenommen.
  • Die unbefristeten Stellen sollen eine entsprechende Lehrtätigkeit beinhalten. Diese soll sich im Vergleich mit der Lehrverpflichtung der Professuren jedoch stärker auf die Betreuung von Abschlussarbeiten, Promotionen und Praktika fokussieren. Eigene Forschung soll in diesem Rahmen ausdrücklich erlaubt und gewünscht sein.
  • Für die Übergangszeit soll die maximale Befristungsdauer von 6+6 Jahren (bzw. 6+9 in der Medizin) aufgehoben werden.