Kritik an „Fridays For Future“ Demonstrationen

Die Jungen Liberalen Bochum sprechen sich klar gegen die Planung künftiger Demonstrationen der „Fridays For Future“ Bewegung während der Schulzeit aus und kritisieren die Initiatoren vom Arbeitskreis Umweltschutz. „Während die Schülerinnen und Schüler sich über eine geraubte Zukunft beschweren, ist es doch eigentlich die Organisation der Demo, welche den Schülerinnen und Schülern durch den Aufruf zum Schwänzen die Zukunft raubt“, so Léon Beck, Vorsitzender der Jungliberalen in Bochum. Beck weiter: „Der Klima- und Umweltschutz muss von gutausgebildeten Köpfen umgesetzt werden. Der Verzicht auf Bildung und besonders der Aufruf dazu sind daher absolut kontraproduktiv.“

Bereits zum dritten Mal fand die Demonstration am vergangenen Freitag in Bochum statt, ausnahmsweise nach der Schulzeit aufgrund der Zeugnisausgabe. In den kommenden Wochen sollen allerdings wieder Schülerinnen und Schüler zum Schwänzen aufgerufen werden, daran ließen die Organisatoren keinen Zweifel. Beck dazu: „Wir begrüßen ausdrücklich das politische Engagement der Jugendlichen. Wenn die Organisatoren jedoch absichtlich zur Verletzung der Schulpflicht aufrufen, ist dies nicht anderes als Anstiftung zu einer Ordnungswidrigkeit. Schulpflicht und Umweltschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“ Daher fordern die Jungen Liberalen die Stadt Bochum zur Durchsetzung der Schulpflicht auch bei Demonstrationsteilnehmern auf.

Dass es durchaus möglich ist, sich politisch zu engagieren und die Schulpflicht zu wahren, zeigen bereits jetzt mehrere Hundert politisch engagierte Jugendliche in den verschiedenen Jugendorganisationen in Bochum. „Warum finden die Demonstrationen nicht viel publikumswirksamer an einem Samstag in der Bochumer Innenstadt statt,“ fragt Beck.

Weiterhin bemängeln die Bochumer JuLis den Umgang des Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch mit den Demonstranten. Dieser lobte am Freitag das Engagement sowie den Grund der Demonstration. Paradoxerweise hält die Stadt Bochum jedoch weiterhin an den eigenen RWE- und Steag-Anteilen fest, welche sowohl von den Demonstranten als auch seit Jahren von Bochumer Liberalen stark kritisiert werden. „Wenn Thomas Eiskirch sich so für den Einsatz der jungen Leute begeistern kann, sollte er nun auch Taten folgen lassen und die Anteile an den Energiekonzernen veräußern“, so Beck.